Wie du durch kleine Änderungen deiner Gewohnheiten zum erfolgreichen Trader wirst (Atomic Habits im Trading)

Wie du durch kleine Änderungen deiner Gewohnheiten zum erfolgreichen Trader wirst

Mithilfe von einfachen Änderungen deiner Gewohnheiten kannst du dich in vielen Bereichen deines Lebens verbessern – unter anderem aber auch im Trading.

Gewohnheiten bestimmen dein ganzes Leben. Ob du dir darüber bewusst bist oder nicht. Ein Großteil deiner täglichen Handlungen passieren unterbewusst und automatisch durch antrainierte Gewohnheiten.

So auch beim Trading.

Die Macht der Gewohnheit

Doch genau da können viele deiner Gewohnheiten deinem Erfolg im Weg stehen. Genau aus diesem Grund zeige ich dir heute, wie du schlechte Trading-Gewohnheiten ablegst und so zum erfolgreichen Trader wirst!

Nahezu unser ganzer Alltag wird durch Automatismen gesteuert, die wir uns irgendwann mal angeeignet haben und seitdem wie eine Maschine ausführen – ohne, dass wir uns darüber Gedanken machen müssen.

Nimm als Beispiel das Auto fahren:

– Als du es gelernt hast, hast du dir über jeden einzelnen Schritt Gedanken gemacht.

– Heute, nachdem du eventuell schon jahrelang Auto fährst, schließt du es auf, setzt dich rein und fährst los.

– Und im Extremfall warst du so in Gedanken, dass du an deinem Zielort angekommen bist und dich an den Weg zum Teil nicht mehr erinnern kannst.


Diese Power können wir – richtig eingesetzt – fürs Trading nutzen und sie uns so zu Nutzen machen.

Die Konzepte und Methoden, die ich dir jetzt zeige und aufs Trading adaptiert habe, stammen aus dem Buch „Atomic Habits“ von James Clear. (↗ Originalversion↗ Deutsche Übersetzung*)

Das Buch gehört berechtigterweise zu den Büchern, die man unbedingt gelesen haben sollte. Nicht nur im Trading Kontext.

Das ist die Power von Gewohnheiten

Doch bevor wir uns tiefer damit befassen, kurz überhaupt erklärt, wie sich Gewohnheiten überhaupt entwickeln.

In Atomic Habits wird vom Habit Loop, also der „Gewohnheitsschleife“ gesprochen.

Sie beschreibt einen endlosen Kreislauf, der in jedem Moment deines Lebens abläuft.

Diese Schleife scannt sozusagen ständig deine Umgebung, sagt voraus, was als Nächstes passieren wird, probiert verschiedene Reaktionen aus und lernt aus den Ergebnissen.

Zusammengefasst in kurzen Worten lässt sich sagen, dass der Cue (am besten als Auslöser übersetzt) ein Verlangen (Craving) auslöst, das zu einer Reaktion (Response) motiviert, die zu einer Belohnung (Reward) führt, die das Verlangen befriedigt und schließlich wieder von vorne beginnt.

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Die Gewohnheitsschleife – oder wie es im Original heißt: „Habit Loop“.

Doch was bedeutet dies nun fürs Trading?

Wie ich gerade erklärt habe, findet dieser Loop, diese 4 Schritte immer und ständig ab. Bei Dir, bei mir, bei allen Menschen. Wir nehmen es nur nicht wahr.

Das bedeutet, wenn wir uns diesem bewusst sind, können wir seine Eigenschaften zu unserem Vorteil nutzen und den Habit Loop so verwenden, dass er uns dient.

Doch was für Gewohnheiten hast du überhaupt? Welche sind davon gut und welche schlecht?

Ohne das überhaupt zu wissen, kannst du nicht besser werden.

Deshalb geht’s direkt weiter zur nächsten Methode. Dem Habit Scoreboard.

Habit Scorecard

Das Scoreboard ist eine einfache Methode, um dir über deine Gewohnheiten und Verhaltensweisen bewusster zu werden.

Vor allem können wir so viele Gewohnheiten aufdecken, die wir so gar nicht auf dem Schirm haben.

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Um dir überhaupt einen momentanen Überblick zu verschaffen, solltest du deine aktuellen Gewohnheiten erst einmal unter die Lupe nehmen und diese bewerten. Dienen dir deine aktuellen Gewohnheiten, behindert sie dich oder weder noch?

Diese einfache Methode ist speziell fürs Trading super geeignet, um sich erst einmal darüber klarzumachen, was man überhaupt so unterbewusst anstellt.

Danach guckt man sich die aufgeschriebenen Gewohnheiten mal ganz nüchtern, objektiv an. Und dann fragt man sich selbst, ob diese jetzt fürs Trading förderlich sind oder die der Grund sind, dass man auf der Stelle tritt.

Habit Stacking

Der nächste Trick soll dabei helfen, die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, eine neue Gewohnheit beizubehalten.

Das Habit Stacking, also das Stapeln von Gewohnheiten hilft dir, indem du eine neue Gewohnheit, die du etablieren willst, auf einer alten aufbaust. Das bedeutet, du suchst dir eine Gewohnheit aus und verbindest diese mit der neuen Gewohnheit, die du automatisieren willst.

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Es ist deutlich einfacher eine neue Gewohnheit zu etablieren, wenn man sie mit einer verbindet, die man bereits etabliert hat. So ist es zum Beispiel deutlich einfacher, zum Beispiel das Lernen von Vokabeln nach dem Zähne putzen zu etablieren als irgendwann anders im Tag.

Dieser Prozess kann so oft wie du willst wiederholt werden, um zahlreiche Gewohnheiten aneinander zu ketten. Jeder Einzelne dient als Auslöser für den Nächsten. 

Doch was bedeutet das konkret? Na ja, sagen wir mal, wir haben bereits erfolgreich eine Gewohnheit etabliert; sagen wir, wir haben es so sehr verinnerlicht, dass wir vor dem Einstieg in einen Trade bereits ausgerechnet haben, wo unser Take Profit und Stop Loss sein muss.

Dann bildet diese Gewohnheit die Grundlage für eine neue, gute Gewohnheit, die wir aufbauen wollen. Konkret können wir dafür diese Syntax benutzen:

Nach dem __________ (momentane Gewohnheit), 
werde ich __________ (neue Gewohnheit).

Habit Stacking

Der nächste Trick soll dabei helfen, die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, eine neue Gewohnheit beizubehalten.

Das Habit Stacking, also das Stapeln von Gewohnheiten hilft dir, indem du eine neue Gewohnheit, die du etablieren willst, auf einer alten aufbaust. Das bedeutet, du suchst dir eine Gewohnheit aus und verbindest diese mit der neuen Gewohnheit, die du automatisieren willst.

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Mithilfe dieser Syntax kannst du das Habit Stacking etablieren.

Ergebnisorientiert vs. identitätsbasiert

Kommen wir zu einem weiteren Konzept aus dem Buch: den ergebnisorientierten vs. identitätsbasierten Gewohnheiten.

Bei ergebnisorientierten Gewohnheiten liegt der Schwerpunkt auf dem, was du erreichen willst.

Bei identitätsbasierten Gewohnheiten liegt der Fokus darauf, wer du werden möchtest.

Was glaubst du, wie ist eine Gewohnheit einfacher zu etablieren?

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Mithilfe dieser Syntax kannst du das Habit Stacking etablieren.

Wenn du nur an dem Ergebnis der Gewohnheit interessiert bist oder wenn die Gewohnheit aus deinem tiefsten Inneren, also aus deiner Identität stammt? Wenn ich die Frage so stelle, kann es auch nur eine Antwort geben. Tatsächlich ist es so, dass es uns als Menschen deutlich leichter fällt, Gewohnheiten zu etablieren, die zu unserer Identität passen.

Es klingt verrückt, aber es macht einen psychologischen Unterschied, ob du dir sagst, ich gehe jetzt 2x-mal die Woche laufen, damit ich fit werde (Outcome) oder ob du dich einfach selbst als Läufer bezeichnest, zu dem nun mal gehört, dass er 2x-mal die Woche laufen geht, weil es schlicht zum Läufer-Dasein dazu gehört.

So ist es dann nämlich auch beim Trading.

Bezeichnest du dich selbst als Trader oder tradest du des Geldes wegen?

Na klar tradest du des Geldes wegen, doch für den Trader ist das Geld verdienen mit seiner Identität verknüpft.

Er fokussiert sich so nämlich weniger auf das Geld, ist daher emotionsloser und erzielt eine bessere Performance.

Plateau des latenten Potenzials

Zum Abschluss will ich dir noch folgendes Konzept mit auf den Weg geben:

Das Plateau des latenten Potenzials.

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Jeder hat mit diesem Konzept schon einmal Bekanntschaft gemacht. Ob bewusst oder unbewusst. Jedes Mal, wenn du viel Zeit in eine Sache investiert hast, hat sich der Lohn der harten Arbeit erst viel später gezeigt, als du gerechnet hast. Denn Erfolg zahlt sich nicht linear zurück, sondern muss erst mühsam aufgebaut werden.

Wir erwarten oft, dass Fortschritt linear verläuft. Zumindest hoffen wir, dass er schnell eintritt. In Wirklichkeit werden die Ergebnisse unserer Bemühungen oft erst mit Verzögerung sichtbar.

Erst Monate oder Jahre später erkennen wir den wahren Wert der von uns geleisteten Arbeit.

Dies kann zu einem „Tal der Enttäuschung“ führen, in dem man sich entmutigt fühlt, nachdem man wochen- oder monatelang hart gearbeitet hat, ohne irgendwelche Ergebnisse zu sehen.

Diese Arbeit war jedoch nicht umsonst. Sie wurde einfach nur aufbewahrt und aufgespart.

Erst viel später zeigt sich der volle Wert der bisherigen Anstrengungen.

Dieses Konzept beschreibt alle Bemühungen und Anstrengungen im Leben. Egal, wo du dich gerade befindest oder was gerade dein Plan ist.

Früher oder später wirst du eigene Erfahrungen mit diesem Tal der Enttäuschung machen.

Ganz sicher auch beim Trading.

Ich weiß gar nicht, wie oft ich beim Trading schon in diesem „Tal der Enttäuschung“ war.
Ich kann das gar nicht mehr zählen.

Was ich dir aber mitgeben kann, es ist genauso wie auf dieser Grafik.

Irgendwann zahlt sich der Aufwand, die Mühe und Arbeit aus. Du musst nur bis dahin durchhalten und an dein Ziel glauben.

Schau dir das Video zum Blogeintrag an.

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